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Transformation des deutschen Energiesystems

Transformation des deutschen Energiesystems

Bei der Erstellung von Energieversorgungskonzepten für Liegenschaften oder Quartiere untersuchen wir immer auch den Einsatz regenerativer Energien.
Im Juli hatten wir Herrn Christoph Pieper von der TU Dresden zu Gast, der einen Vortrag zu seinem Promotionsthema „Transformation des deutschen Energiesystems“ gehalten hat.
Die wichtigsten Aussagen von Herrn Pieper waren für mich folgende: Deutschland hat das Potential, seinen heutigen Elektroenergiebedarf aus regenerativen Energiequellen zu decken. Dafür werden nach Szenariobetrachtungen über 300 GW installierter Leistung aus Wind- und PV-Anlagen benötigt, die dann ca. 530 TWh Strom erzeugen. Da sowohl Photovoltaik als auch Windkraftanlagen in Abhängigkeit von Umweltbedingungen (Sonneneinstrahlung, Wind) Strom erzeugen, ist die Energiewende nur realisierbar, wenn Möglichkeiten der Stromspeicherung und der Umwandlung in beispielsweise Wasserstoff geschaffen werden. Die Lösung heißt also Power to x!

Ob sich unser aktueller Energiehunger inklusive Wärme und Mobilität zu 100% mit regenerativen Energiequellen decken lässt, bleibt fraglich, zumal es bislang ungelöste Zielkonflikte zwischen Klimapolitik (Erschließung weiterer Flächen an Land und auf See für die Energiegewinnung) und dem Naturschutz gibt. Für die benötigte Wärmenergie sind meiner Ansicht nach die Möglichkeiten im Bereich regenerativer Energie noch begrenzter, da wir im Gebäudebestand in aller Regel auf hohe Temperaturen bei der Wärmeversorgung gesetzt haben, regenerative Quellen jedoch effizienter mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten (bspw. Solarthermie oder wahlweise Wärmepumpen).

Ich denke, es ist polemisch zu behaupten, wir hätten für all diese technischen Fragestellungen schon technische Lösungen, vom monetären Aufwand mal abgesehen. FINDIG wird sich in der weiteren Unternehmensausrichtung dafür einsetzen, dass noch mehr innovative, integrale, zukunftsweisende technische Konzepte umgesetzt werden, die auch regenerative Energien einbeziehen.
Zudem werden wir durch Netzwerkarbeit und durch das fachliche „am Ball bleiben“ dafür sorgen, dass es mehr innovative Ideen aus den Laboren oder Versuchsfeldern in die Praxis schaffen.

Verfasst von Frau Dip. Wirt.-Ing. Sabine Wiesmann